Biker-Platz an der Elbe wird halbiert
Lühe-Anleger: Gemeinde will Geld im Parkautomaten sehen – Letzte Frist
Grünendeich (gh). So geht's nicht mehr, befand der Rat Grünendeich und beschloss, eine Hälfte des Motorradparkplatzes am Lühe-Anleger für die Zweiräder zu sperren. Grund ist die vom Rat bemängelte Zahlungsmoral der Biker.
Die Motorradfahrer ziehen kaum Parktickets aus den Automaten. „Wir haben den Parkplatz für teures Geld herrichten lassen und beziehen so gut wie keine Gebühren dafür“, schilderte Johann Frese (CDU), worüber sich die Gemeinde ärgert. Gerald Wolpers (FWG): „Die Gemeinde hat ohnehin schon mehr getan als es üblich ist.“ „Wir haben uns Jahre lang auf der Nase rumtreten lassen. Jetzt ist Schluss“, so Gemeindedirektor Günter Schargus.
Zunächst wird eine Hälfte des Parkplatzes auch für Wohnmobile freigegeben. Den Motorradfahrern wird eine Frist bis zum 30. Juni gesetzt. „Wenn sich die Zahlungsmoral nicht ändert, sperren wir den Rest auch noch“, kündigte Hans-Heinrich Schenk (SPD) an. „Es wäre schade, wenn die Motorradfahrer diese letzte Chance nicht nutzen“, meinte Günter Wegener (SPD) mit Blick auf das nächste halbe Jahr, das zeigen soll, ob künftig mehr Münzen im Parkautomaten landen. Eine Stunde Parken kostet 50 Cent, der Tagessatz liegt bei 2,50 Euro.
Sorge macht den Imbiss-Betreibern am Lühe-Anleger das Vorgehen der Gemeinde. Sie wollen im Gespräch mit der Kommune nach einer anderen Lösung suchen. Es gibt bereits die Idee, Dauerkarten in den Imbisswagen anzubieten
Ich werde euch auch weiter darüber informieren sobald es was neues gibt.
Ein weiter Artikel den ich an Erikas Schlemmertreff fand
17.10.04

Artikel vom 20.10.04 aus der Neuen Stader


Artikel aus der "Neuen Stader" vom 20.11.04

Posting von EnyaHH aus den Toureforum-Hamburg vom 8.12.04
moin moin @ all…
habe eben mit erika telefoniert und hier nun die neuesten infos zum LA…(lühe anleger)
der streit wegen/mit/um die biker geht schon über jahre, die gemeinde stellt sich jedoch nun ganz quer…
sie interessiert sich weder für die wünsche der biker und eben so wenig für die einkommenseinbußen/situation der budenbesitzer.
(bikertreff krautsand, dort werden nun auch gebühren erhoben und wer in der stadt irgendwo parken will (minuten zur post, apotheke etc.)muss sich auch ein ticket lösen)
berichte über das tauziehen waren im Neuen Buxtehuder Wochenblatt…
soll man dies alles so einfach hinnehmen?... NEIN…
(wir sind keine schafe die alles hinnehmen (fressen) so erika´s meinung)
jedoch stand und steht erika alleine vor sturen behörden…
die anderen budenbesitzer ziehen nicht mit…sie sagen: die biker sind doch alle bei dir…
(wen wundert´s wenn preis/leistung/service stimmt)
und genau dort greift erika´s kampf ein…
schmerzlich für erika waren natürlich einige aussagen wie: …
stell dich wo anderst hin…oder…
wenn die hier dicht machen oder kohle wollen suchen wir uns nen anderen platz…
gibt es noch andere werte als:…
ne kaffeebude…bestellen, ware, bezahlen und gut…???
für etwas gewachsenes einstehen, kämpfen, sich stark machen, wie ist es bestellt um die
„biker-lobby“???
über die jahre hin sind doch nähere kontakte, pers. freundschaften, herzlichkeit und ein großer biker-stammkunden-kreis entstanden…
nun aber den stand der dinge…
1. im frühjahr startet erika eine erneute aktion an die gemeinde…
dort ist unsere unterstützung gefragt…Agreement mit der gemeinde….
2. der LA bleibt für die nächste saison voll und ganz erhalten.
3. der erste kaffee bei erika ist 50 cent günstiger,
diese sollen dann in den parkautomaten wandern.
( nur erika verzichtet somit auf einnahmen !!! für den erhalt des treffs )
4. über einen vorschlag „Saisonkarte“ brütet die gemeinde noch
____________________________________
allzeit gute fahrt...
EnyaHH (Helga)
Honda Hornet 900
Dieser
Artikel ist aus einem Faltblatt das der Gemeinde verteilt wurde
CDU-Samtgemeindeverband
LÜHE, Dezember 2004
Neues
aus der Samtgemeinde, Rubrik“ Aus der Gemeinde Grünendeich“
Es konnte ja bereits der Presse entnommen werden, dass sich die Situation auf dem Motorradparkplatz nicht gebessert hat im Hinblick auf die Zahlungsmoral der Nutzer.
Es sollte hier noch einmal an die Nutzer appelliert werden, doch die entsprechenden Gebühren zu begleichen, denn sonst sieht sich die Gemeinde gezwungen drastische Maßnahmen (z.B. Sperrung des Platzes für Motorräder!) zu ergreifen. Hieran sind sicherlich alle Beteiligten nicht interessiert und wir glauben dass hier gemeinschaftlich eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann. Für die gemeinde fallen hier nicht unerhebliche Unterhaltskosten an sie muss daher zwingend daran interessiert sein diese Kosten auch wieder herein zu bekommen.
Geklaut bei http://www.hauptstaender.de

Geklaut bei http://www.bu-norderstedt.de
Es geht auch anders, siehe z.B. die Stadt Goslar.
Viele andere Städte buhlen mittlerweile um die Gunst der (Biker)-Kaufkraft!

Arikel aud dem Hamburger Abendblatt vom12.2.05
Lühe kontra Biker: bezahlen oder raus
Einnahmen: Die Motorradfahrer ignorieren den Parkscheinautomaten an dem beliebten Treff.
Von Karsten Wisser
Grünendeich - Der Treffpunkt ist bei Motorradfahrern in ganz Deutschland bekannt: An schönen Tagen bevölkern Hunderte Motorradfahrer den Platz am Fähranleger an der Elbe in Grünendeich. Sperrt die Gemeinde im nächsten Sommer diese vom Lühe-Anleger aus? Das könnte Probleme geben, denn die Motorradfahrer sorgen immerhin für reichlich Umsatz an den acht Imbißbuden.
Seit zwei Jahren ist auf dem Parkplatz gleich neben dem abgeteilten Platz für die Zweiräder ein Parkscheinautomat aufgestellt. An dem Automaten fahren die meisten Biker aber vorbei, ohne die 50 Cent für eine Stunde parken einzuwerfen. Das will sich die Samtgemeinde Lühe nicht länger gefallen lassen. "Wir machen keine Extrawürste, Autofahrer und Camper bezahlen schließlich auch", sagte Lühes Bürgermeister Günter Schargus. Schargus ist auch Gemeindedirektor von Grünendeich, einer Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Lühe. Außer in der Stader Innenstadt würde es im Landkreis Stade nirgends extra ausgewiesene Motorradparkplätze geben.
Der Tagessatz für Motorräder, die am Lühe-Anleger abgestellt werden, liegt bei 2,50 Euro, Autofahrer zahlen das Doppelte. Die Verantwortlichen begründen die Parkplatz-Maut für Motorräder mit den Unterhaltungskosten für die Parkfläche.
In den nächsten Monaten setzt die Gemeinde Grünendeich auf eine Doppelstrategie. Um den Ernst ihrer Zahlungsaufforderung zu demonstrieren, wird im April die Hälfte der Motorradparkplätze abgeschafft und für die Camper freigegeben. Gleichzeitig wollen die Imbißbuden-Betreiber die Motorradfahrer durch Faltblätter und persönliche Gespräche zum Einlenken bringen. Funktioniert das nicht, wird im Juni oder Juli an der Deichdurchfahrt ein Schild montiert, das Bikern das Befahren des Platzes verbietet. "Und wir werden das Verbot in Absprache mit der Polizei auch durchsetzen", sagt Bürgermeister Schargus.
In der Motorradszene wird über die angedrohten Zwangsmaßnahmen bereits heftig diskutiert. Es gibt eine Aktion "Rettet den Lühe-Anleger". Die meisten Aussagen sind eindeutig: "Wenn wir bezahlen sollen, bleiben wir weg." Hoopte und Twielenfleth werden als Alternative genannt. Die Motorradfahrer argumentieren mit dem Geld, das sie sowieso bei den Imbißbuden oder beim Tanken in der Gemeinde lassen. Und sie nennen auch ein ganz simplen Grund, warum sie keine Parktickets ziehen. Wohin damit? Am Motorrad gibt es weder ein Armaturenbrett noch einen Scheibenwischer. Und viele bleiben mit ihrer Maschine nur wenige Minuten auf einen Kaffee oder eine Bratwurst.
Das wirtschaftliche Argument der Motorradfahrer ist dabei nicht zu unterschätzen. Viele Urlaubsregionen, Gemeinden und Hotels haben inzwischen erkannt, daß sich unter Lederjacke und Helm oft eine zahlungskräftige Klientel verbirgt. Schilder mit dem Aufdruck "Bikers welcome" sind an vielen Orten zu finden. Parkgebühren an anderen Motorrad-Treffpunkten gibt es bundesweit nicht. Leidtragende einer Eskalation werden die Imbißbuden-Betreiber sein. "Wir machen die Hälfte unseres Umsatzes mit den Motorradfahrern", sagte Erika Urbanski. Um die Zahlungsmoral der Biker zu verbessern, will sie an ihrem Imbiß Erika's Schlemmertreff den ersten Kaffee für Motorradfahrer 50 Cent billiger ausschenken - in der Hoffnung, daß die dann die 50 Cent in den Parkautomaten stecken.
erschienen am 12. Februar 2005 in Harburg
Hier eine E-Mail die Hans BHV an den Bürgermeister geschickt hat
Moin,
ich habe gerade folgendes Email an den Bürgermeister gesendet:
Zitat
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
mit Bedauern erfahre ich aus Presse und Internetforen, daß der seit Jahren unter uns Motorradfahrern beliebte Treff in Grünendeich in der kommenden Saison für uns nur noch bei Begleichung einer Parkgebühr nutzbar sein soll.
Dieses bedauern wir Bremerhavener Motorradfahrer sehr und hätten da gerne einmal eine nachvollziehbare sinnvolle Begründung.
Wir sind eine kleine Internetcommunity, die aus dem Bremerhavener Raum gerne und oft eine kleine Tagestour incl. Mittagspause zu Ihnen an die Elbe gemacht haben.
Wir konnten uns dort treffen mit Gleichgesinnten aus den anderen niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Gemeinden, häufig gesellten sich auch Hamburger Motorradfahrer dazu. Im letzten Jahr trafen wir mit mehreren Motorradgruppen dort zusammen, wir waren etwa 120 Personen. All diese Biker haben natürlich auch an den Ständen dort etwas verzehrt. Wir ließen also alleine an diesem Tag mindestens 300 € bei Ihnen in Ihrem kleinen Ort.
Was für uns nicht nachvollziehbar ist, daß jetzt zusätzlich Parkgebühren für Motorradfahrer erhoben werden sollen. Die Folge wird sein, wir werden uns einen neuen attraktiven Treffpunkt suchen, da wir die Erfahrung gemacht haben, in keiner Großstadt, in keinem anderen Ort Deutschlands wird bei uns Motorradfahrern eine Parkgebühr erhoben. Die Stände, die dort vorort sind und waren, werden den Einschnitt, den die Motorradfahrer hinterlassen, sicher nicht über Wohnmobile oder PKWs aufholen können. Dadurch werden der Gemeinde nicht nur die Parkgebühren in der Kasse fehlen, sondern auf lange Sicht auch die Steuern der Gewerbetreibenden, denn auch diese müssen sich einen lukrativeren Standort suchen, um in der heutigen Zeit überleben zu können.
Die Begründung, die in der Presse zu den Parkgebühren genannt wird, die Erhaltungskosten des Parkplatzes sind für uns nicht akzeptabel, da das Mindeste, eine Toilette, nicht vorgehalten wird.
Bitte überlegen Sie noch einmal, ob es wirklich sinnvoll ist, die Motorradfahrer, die aus dem gesamten Niedersachsen, aus Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Schleswig - Holstein kommen, zu zwingen, sich einen neuen Treffpunkt zu suchen. Ich vermute, einige Nachbargemeinden werden dankbar sein, wenn ihnen dank der Motorradfahrer ein lukratives Geschäft angeboten wird, auch ohne Parkgebühren.
Ich verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Hans Egberts
für die Community
http://www.kuesdenschnack.de.vu
Artikel aus der Neuen Stader vom 30.03.05

Artikel aus dem

erschienen am 12. Februar 2005 in Harburg
Lühe kontra Biker: bezahlen oder raus
Einnahmen: Die Motorradfahrer ignorieren den Parkscheinautomaten an dem beliebten Treff.
Von Karsten Wisser
Grünendeich - Der Treffpunkt ist bei Motorradfahrern in ganz Deutschland bekannt: An schönen Tagen bevölkern Hunderte Motorradfahrer den Platz am Fähranleger an der Elbe in Grünendeich. Sperrt die Gemeinde im nächsten Sommer diese vom Lühe-Anleger aus? Das könnte Probleme geben, denn die Motorradfahrer sorgen immerhin für reichlich Umsatz an den acht Imbißbuden.
Seit zwei Jahren ist auf dem Parkplatz gleich neben dem abgeteilten Platz für die Zweiräder ein Parkscheinautomat aufgestellt. An dem Automaten fahren die meisten Biker aber vorbei, ohne die 50 Cent für eine Stunde parken einzuwerfen. Das will sich die Samtgemeinde Lühe nicht länger gefallen lassen. "Wir machen keine Extrawürste, Autofahrer und Camper bezahlen schließlich auch", sagte Lühes Bürgermeister Günter Schargus. Schargus ist auch Gemeindedirektor von Grünendeich, einer Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Lühe. Außer in der Stader Innenstadt würde es im Landkreis Stade nirgends extra ausgewiesene Motorradparkplätze geben.
Der Tagessatz für Motorräder, die am Lühe-Anleger abgestellt werden, liegt bei 2,50 Euro, Autofahrer zahlen das Doppelte. Die Verantwortlichen begründen die Parkplatz-Maut für Motorräder mit den Unterhaltungskosten für die Parkfläche.
In den nächsten Monaten setzt die Gemeinde Grünendeich auf eine Doppelstrategie. Um den Ernst ihrer Zahlungsaufforderung zu demonstrieren, wird im April die Hälfte der Motorradparkplätze abgeschafft und für die Camper freigegeben. Gleichzeitig wollen die Imbißbuden-Betreiber die Motorradfahrer durch Faltblätter und persönliche Gespräche zum Einlenken bringen. Funktioniert das nicht, wird im Juni oder Juli an der Deichdurchfahrt ein Schild montiert, das Bikern das Befahren des Platzes verbietet. "Und wir werden das Verbot in Absprache mit der Polizei auch durchsetzen", sagt Bürgermeister Schargus.
In der Motorradszene wird über die angedrohten Zwangsmaßnahmen bereits heftig diskutiert. Es gibt eine Aktion "Rettet den Lühe-Anleger". Die meisten Aussagen sind eindeutig: "Wenn wir bezahlen sollen, bleiben wir weg." Hoopte und Twielenfleth werden als Alternative genannt. Die Motorradfahrer argumentieren mit dem Geld, das sie sowieso bei den Imbißbuden oder beim Tanken in der Gemeinde lassen. Und sie nennen auch ein ganz simplen Grund, warum sie keine Parktickets ziehen. Wohin damit? Am Motorrad gibt es weder ein Armaturenbrett noch einen Scheibenwischer. Und viele bleiben mit ihrer Maschine nur wenige Minuten auf einen Kaffee oder eine Bratwurst.
Das wirtschaftliche Argument der Motorradfahrer ist dabei nicht zu unterschätzen. Viele Urlaubsregionen, Gemeinden und Hotels haben inzwischen erkannt, daß sich unter Lederjacke und Helm oft eine zahlungskräftige Klientel verbirgt. Schilder mit dem Aufdruck "Bikers welcome" sind an vielen Orten zu finden. Parkgebühren an anderen Motorrad-Treffpunkten gibt es bundesweit nicht. Leidtragende einer Eskalation werden die Imbißbuden-Betreiber sein. "Wir machen die Hälfte unseres Umsatzes mit den Motorradfahrern", sagte Erika Urbanski. Um die Zahlungsmoral der Biker zu verbessern, will sie an ihrem Imbiß Erika's Schlemmertreff den ersten Kaffee für Motorradfahrer 50 Cent billiger ausschenken - in der Hoffnung, daß die dann die 50 Cent in den Parkautomaten stecken.
erschienen am 30. März 2005 in Harburg
Lühe-Anleger: Die Motor-Biker zahlen nicht
Grünendeich - "Dann gibt es zwei Orte in Europa, an denen wir für unsere Motorräder bezahlen müssen, in Monaco und am Lühe-Anleger", sagt Jürgen Masuch. Der Hamburger trifft sich regelmäßig mit seinen Freunden am Lühe-Anleger in Steinkirchen, sobald das Wetter es zuläßt, werden die Motorräder aus der Garage geholt.
Die Samtgemeinde Lühe will jetzt endgültig der "wilden Parkerei" von Motorrädern an dem Ausflugsziel an der Elbe einen Riegel vorschieben. Wird kein Parkticket am Automaten geholt, wird der Platz für Bikes geschlossen. Die meisten Motorradfahrer wollen nicht bezahlen. "Das ist überhaupt nicht einzusehen. Ich komme seit Jahren hierher, im Sommer sogar jeden Abend nach der Arbeit und trinke meinen Kaffee. Dann soll ich jeden Tag bezahlen, nur damit mein Motorrad hier stehen kann, kommt nicht in Frage", sagt Edgar Heinsohn.
Viele Biker hier denken wie der Stader. Sie weigern sich, die Parkgebühr zu bezahlen. "Ich habe die Hoffnung, daß wir uns mit der Samtgemeinde doch noch irgendwie einigen können", sagt Imbißbesitzerin Erika Urbanski. Die meisten Motorradfahrer sind ihre Stammgäste. Deswegen will sie jeden ersten Kaffee 50 Cent billiger verkaufen, 50 Cent für die Parkuhr. Urbanski: "Jeder kleine Laden kämpft doch heute ums Überleben, da können wir nicht so tun, als ginge uns das nichts an."
Vielleicht könnte das Problem auch mit Saison-Parkscheinen gelöst werden, so Erika Urbanski. "Ich wäre auch bereit, die hier an meinem Stand für die Verwaltung zu verkaufen." Erst neulich habe jemand einen Kaugummi in den Einwurfschlitz des Parkautomaten geklebt, erzählt sie.
Wenn das Gespräch auf die Parkgebühren kommt, ist die Stimmung unter den Motorradfahrern schlecht. Und sie lassen keine Zweifel daran: Wenn der Parkplatz geschlossen wird, suchen sie sich einen anderen Treff. Dann dürften auch die Geschäfte für die Imbiß-Verkäufer nicht mehr so gut laufen. Denn bei schönem Wetter sind ständig 200 bis 300 Motorradfahrer am Lühe-Anleger. raw
erschienen am 11. April 2005 in Harburg
Wellenbrecher für Lüheanleger
Schutz: Ein Wall von einem Meter Höhe soll das Gelände mit den Imbißbuden und Parkplätzen vor Flutwellen schützen.
Grünendeich - Der Parkplatz am Lüheanleger an der Elbe in der Gemeinde Grünendeich soll in Zukunft durch einen Wellenbrecher geschützt werden. Die Bauarbeiten werden bereits in der kommenden Woche beginnen. An der Uferböschung werden sogenannte Wasserbausteine zu einem einen Meter hohen und sechs Meter breiten, wasserdurchlässigen Wall aufgestapelt. Dieser kleine Deich soll der Welle die Kraft nehmen. Nasse Füße bekommen die Ausflügler und Budenbesitzer trotzdem noch.
"Mit dem Wellenbrecher wollen wir die Menschen, die Imbißbuden und die Fahrzeuge schützen", sagte Günter Schargus, Bürgermeister der Samtgemeinde Lühe und Gemeindedirektor von Grünendeich. Grünendeich ist Teil der Samtgemeinde Lühe. Der Lüheanlieger ist an schönen Tagen ein beliebter Ausflugsort - besonders für Motorradfahrer.
Mitte der 90er Jahre und im November 2002 wurde der Lüheanleger von Wellen überspült, die große Containerschiffe verursacht hatten. Der 120 Meter lange Wall soll rund 28 000 Euro kosten und zwei Wochen nach Baubeginn fertig sein.
Die Überflutung von 2002 wurde in der vergangenen Woche vor dem Amtsgericht Stade verhandelt. Der damalige Lotse mußte sich für den Vorfall verantworten, weil unter seiner Führung der Containerriese "Nedloyd Vespussi" die Elbe zu schnell befahren hatte. Der Lotse wurde zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt. Zu mehr Aufsehen als der Urteilsspruch, führte allerdings die Aussage des Anklagevertreters, Oberstaatsanwalt Uwe Schräger: Er hätte lieber die Samtgemeinde Lühe auf der Anklagebank gesehen.
"Sie hat lange Zeit nichts unternommen", konkretisierte Schräger seinen Vorwurf gegenüber der Harburger Rundschau. Der erste Vorfall dieser Art sei immerhin schon ein Jahrzehnt her. Die Richterin meldete sogar Zweifel an, ob der Lüheanleger als Ausflugsziel überhaupt geeignet sei - Tourismus und Schiffverkehr an dieser Stelle nebeneinander existieren könnten.
"Das ist ein Unding", ärgerte sich Bürgermeister Schargus über die richterliche Schelte aus Stade. Schargus: "Herr Schräger wohnt in der Samtgemeinde Lühe und weiß, daß wir den Wellenbrecher bauen." Der Bau des Wellenbrechers war eine Auflage des Landkreises Stade, der die Kommunalaufsicht für die Gemeinde Grünendeich hat. Sonst hätte die Gemeinde Grünendeich, die den Platz betreibt, keine Stellplätze an die Imbißbudenbesitzer mehr vermieten dürfen.
Wie viele Imbißbuden und Besucher der Wellenbrecher nach seiner Fertigstellung noch schützen wird, ist derzeit ungewiß. Ab Ende Juni könnten es wesentlich weniger sein. Grünendeich will den Parkplatz für Motorradfahrer Ende Juni sperren. Die Zweiradfahrer bezahlen nicht die geforderte Parkgebühr. "Wir haben es sechs oder sieben Jahre anders probiert", begründet Bürgermeister Schargus den drastischen Schritt. Da die Motorradfahrer an Wochenenden einen Großteil der Besucher ausmachen, ist fraglich, ob sich alle Buden halten können, wenn diese ausbleiben. Nach Informationen der Harburger Rundschau hat sich in den ersten Wochen der neuen Biker-Saison die Zahlungsmoral der Motorradfahrer nicht verbessert. Eine Schließung des Anlegers für die Biker ist offenbar kaum noch zu verhindern.
Für dieses Jahr haben wir gewonnen
Artikel aus der Neuen Stade vom 01.06.2005
Artikel aus dem Stader Tageblatt vom 11.06.2005
Artikel aus dem Stader Tageblatt vom 13.06.2005
Artikel aus der Neuen Stade vom 04.10.2005
Kommt jetzt die Wende?????
Parkplatz Lühe-Anleger: Werbung statt Gebühren
Grünendeich: Sollen Biker bezahlen?
GRÜNENDEICH -
Der seit Jahren andauernde Streit um den kostenpflichtigen Motorradparkplatz am Lüheanleger geht in die letzte Runde. Tendenz: Das beliebte Ausflugsziel an der Elbe wird für Motorradfahrer gesperrt. Sollten sich die meisten Biker wie bisher weigern, Parkgebühren zu bezahlen, werde der extra eingerichtete Motorradparkplatz zum Saisonbeginn im April dichtgemacht. Darin seien sich die Planungspolitiker von CDU und SPD einig, erklärte Hans-Günter Düwel (CDU). Die Entscheidung wird der Gemeinderat Grünendeich in seiner Sitzung am Dienstag, 28. Februar, 19.30 Uhr, im Rathaus der Samtgemeinde Lühe treffen.
Die Verwaltung indes hat eine Initiative gestartet, die Motorradtouristen nicht auszusperren. Demnach soll eine 2,50 x 3 Meter große privat finanzierte Werbetafel auf dem Motorradparkplatz der Gemeinde Grünendeich Einnahmen bescheren, so daß die Parkplatzgebühren für Biker entfallen könnten. Laut Gemeindedirektor Günter Schargus sei ein Unternehmen, das solche Tafeln auf etwa 70 Motorradparkplätzen betreibe, bereit, sich am Lühe-Anleger zu engagieren.
Ortspolitiker Düwel dagegen hält nichts davon. Es sei mit dem gesunden Menschenstand nicht zu erklären, daß Autofahrer weiter Parkgebühren bezahlen sollen, Motorradfahrer jedoch nicht. Immerhin fielen bei der Gemeinde 12 000 Euro Müllbeseitigungskosten pro Jahr für den Bereich um den Lüheanleger an. Grünendeichs Bürgermeisterin Ursula Lange (SPD) gab vorerst keine öffentliche Stellungnahme zu dem Thema ab. Erst sollten alle Ratsmitglieder zu den neuesten Entwicklungen um den Motorradparkplatz informiert werden.
erschienen am 21. Februar 2006 im Hamburger Abendblatt
Hier mal ein Bild einer solchen Tafel
Geschafft es wird wieder so wie es mal war, Der Treffpunkt ist gerettet
Artikel aus der "Neuen Stader" vom 27.04 2006
Der Drops ist gelutscht
Am 14.07 2006 wurde der Treffpunkt Lühe Anleger wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Die Poller stehen wieder an ihrem alten Platz und die Werbetafel wurde vollendet.