Keine Sitzmöglichkeiten mehr am Lüheanleger
Ich kam sah und stand dann in der Gegend rum
Der Lüheanleger hat an Gemütlichkeit mal
wieder etwas eingebüßt. Seit Jahren konnten wir dort auf diversen
Biertischgarnituren im sitzen speisen und auch unseren Kaffee schlürfen. so
richtig erlaubt war das nicht da ja die Toiletten fehlen, und die auf der
anderen Deichseite zählen wohl nicht, aber vom Amt wurde es immer geduldet.
Nun dieses Jahr sind einige neue Betreiber dazu gekommen und einer von diesen
neuen hat den Amtsschimmel so richtig zum wiehern gebracht, weil ein Partyzelt
über mehrere Tage und das mehrmals ist wohl doch des guten zuviel.
Da wollte
mal wieder eine besser sein und alle andere müssen nun die Zeche zahlen.
Da ich hier niemanden direkt beschuldige nenne ich keine Namen, aber einfach das Thema ansprechen und warten.
Mal sehen wie die älteren oder Schwerbehinderten LA-Freunde das finden das sie nun sich nicht mehr setzen können.
Not macht Erfinderisch
Artikel aus der Neuen Stader vom 20.06.2007
Leserbrief aus der Neuen Stader vom 20.06.2007

Artikel aus der Neuen Stader vom 20.06.2007
Meine Meinung
Wer an diesen Artikel maßgeblich beteiligt ist, muss wohl nicht erst erwähnt werden. Ich finde es eine Frechheit, erst dafür zu sorgen das es zu diesem Eklat kommt, und anschließend es zu versuchen allen anderen den schwarzen Peter ( Entschuldige Peter du bist nicht gemeint ) zu zu schieben. Ich finde hätte sich eine Person an die wenn auch geduldeten Regeln gehalten wäre nichts passiert. das nun die Bürgermeisterin mit Kanonen auf Spatzen schießt wäre nicht nötig gewesen.
Es ist seit dem Zwischenfall zu spüren das die Stimmung im A.... ist, es kommen immer wenige Besucher. Und die, die erscheinen bleiben nicht mehr so lange. Ganz zu schweigen von den Älteren oder Behinderten Mitbürgern, sollen die sich jetzt auf den Deich oder auf den Boden setzten um ihre Bratwurst oder ihren Fisch ( von Kai ) zu essen. Und den Kindern müssen jetzt Flügel wachsen damit sie an die hohen Stehtische kommen.
Es ist natürlich einfach das ganze unter dem Aspekt der Sicherheit zu stellen. Ich bin seit gut 20 Jahren regelmäßig am Lüheanleger und es währe eine Premiere wenn dort mal ein Rettungswagen auf den Platz fahren würde, was macht es auch für einen Unterschied ob das die Stehtische stehen oder einige Bierzelttische und Bänke. IM WEG IST IM WEG, EGAL WAS DA STEHT. Es wird auch immer von der Flutwelle im Dezember gesprochen, na und ob ich nun im stehen von den Füßen gehauen werde, oder im sitzen von einer Bank gespült werden und irgendwo gegen treibe, was macht das für einen Unterschied? Wenn ich schon sitze bin ich wenigstens nicht mehr so weit weg vom Boden. Das es im Dezember den „Wellenbrecher“ zerstört hat ist ja wohl auch mehr ein Konstruktives Problem, das der nicht halten würde haben wir damals beim Bau schon vermutet, jeder der an der Elbe lebt kennt die Kraft des Wassers, und diese kleinen Steinchen sollen Wellen aufhalten?.Dies ist meine pers. Meinung sollte sich jemand auf den Schlips getreten fühlen darf er/sie/es mir gern eine Mail schicken oder mich am L.A. ansprechen, sollte jemand seinen Senf auch zum besten geben wollen, her da mit ich werden es hier veröffentlichen.
Mfg Ingo Rösch
PS. Vielleicht können wir solche Augenblicke bald wieder gemütlich im sitzen erwarten und genießen!!!!!!
Offener Brief an die Lühe Gemeinde
Eine Gemeinde?
Ich denke eher nicht. In einen Ort, in dem so lange Diskriminierung an einer
Gruppe betrieben wird, dass es wie eine unendliche Geschichte wirkt, muss
innerlich zerstritten sein. Von kleinkarierten Personenkriegen angefressen, von
persönlichen Interessen zersetzt.
Wir verfolgen das Geschehen am Lühe Anleger nun seit Jahren, und nun möchte ich
dazu meine Meinung schreiben.
Wir haben die Einstellung, eine Gemeindevertretung ist für die Menschen da, und
nicht gegen sie.
Wir denken eine Gemeindevertretung muss in Lösungen für die Menschen denken,
nicht in Problemen gegen sie.
Es ist keine Lösung Menschen ihrer Freiheit und ihrer Erholung zu berauben. Mal
völlig abgesehen von den vielen, die auf einen Sitzplatz angewiesen wären. Alte
Menschen, die wohl mittlerweile den Großteil unserer Bevölkerung ausmachen.
Von den "bedürftigen" Menschen, (Übersetzung: Menschen die unserer Hilfe
bedürfen) die dort nicht mehr verweilen können, fallen jetzt erst recht unter
den Tisch.
(Gewollte Ironie)
Sie, die Gemeinde, könnte zur Sicherheit ein Rollstuhlverbot einführen, da die
Armen wohl zu gefährdet sind wenn das Anlegergelände befahren. Kinder wohl auch,
die wären an der Einfahrt abzugeben.
Und last but not least sind da die, die nur daherkommen um sich zu erholen, ihre
Freizeit zu genießen, sich in die Natur zu setzen, die Seele baumeln zu lassen.
Die wollen Sie nicht? Sagen sie es klar und gerade heraus, die stören ihre Ruhe.
Gut das aus der Gemeinde niemals jemand Ausflugsziele in Deutschland oder der
Welt anfährt, oder mit dem Flugzeug besucht. Gut das sie nie die Ruhe anderer
Menschen stören. Die an einer BAB wohnen, die sie mit ihrem Fahrzeug nutzen.
Das halten sie für überzogen -?- Ja stimmt, das ist so, genauso wie die Gemeinde
Aktionen am Lühe Anleger. Gibt es mehr solcher kuriosen Aktionen in der
Gemeinde?
Sie könnten das beenden, schließen sie den Anleger, machen sie eine Wiese
daraus, oder eine Beton Wüste.
Nehmen sie die Tore heraus und schließen sie den Deich, dann ist die weite
negative Diskussion, über ihre Schildbürgerstreiche zu Ende.
Wir zumindest haben uns entschlossen den Anleger nicht mehr anzufahren.
Es gibt Treffpunkte für Motorradfahrer und Ausflügler, Familien, wo das
Miteinander klappt wo man Lösungen für alle sucht und findet. Es gibt Gemeinden
die Ausflügler und Erholungssuchende, mit Freundlichkeit und menschlicher Wärme
empfangen.
Warum sollte ich mir meine Freizeit verderben lassen.
Unser Aufruf an unsere Freunde die Motorradfahrer und Familien, die wie wir
unsere Freizeit im Umland verbringen: meidet Lühe und lasst sie mit ihren
separierenden Anschauungen alleine.
Sie wollen nur unser Geld, die Menschen die es verdienen und für Ihr Leben
ausgeben, die wollen sie wohl nicht. Sie wollen nach Bayern auf die Berge, aber
den Harley Fahrer aus Bayern wollen sie nicht.
Sie meinen das ist Polemik, ja das stimmt, es macht mich wütend.
Artikel aus dem Hamburger Abendblatt
Grünendeich Kioskbesitzer müssten Bänke und Tische wegräumen
Von Thomas Sulzyc
Grünendeich -
Picknick am Strand und dabei dem Wechsel von Ebbe und Flut und "dicken Pötten" auf der Elbe zuschauen - so wirbt der Tourismusverband des Landkreises Stade für ein "Urlaubsvergnügen pur". Die Elbvertiefung könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen, warnt die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Margrit Wetzel. Mit dem Strand- und Badevergnügen könnte es bald vorbei sein, wenn Hamburg die Elbe zu einem reinen Wirtschaftsweg verkommen lasse und immer mehr Strandbesucher durch Riesenwellen von zu schnell fahrenden Containerschiffen verletzt würden. Das daran etwas dran sein könnte, zeigt eine erste Reaktion im Landkreis Stade: Die Gemeinde Grünendeich hat jetzt das Sitzen an den Imbissbuden am beliebten Ausflugsziel Lüheanleger verboten.
Der offizielle Grund für das Sitzverbot: Die jahrelange Praxis sei illegal gewesen, erklärt Grünendeichs Bürgermeisterin Dr. Maren Köster-Hetzendorf (SPD). Die Betreiber hätten nur Genehmigungen für Kioske ohne Sitzgelegenheiten. Anlass, die Stühle und Bänke zu verbannen, war aber die Zerstörung des Wellenbrechers im Dezember 2006, als eine Frachterwelle kopfgroße Steine des Bauwerks an den Lüheanleger schleuderte.
In einem brandneuen Schreiben an die Gemeinde Grünendeich soll das Bauordnungsamt des Landkreises Stade von "erheblichen Sicherheitsbedenken gegen die Nutzung von Sitzplätzen im Überflutungsbereich" sprechen. Grünendeichs Politiker werden den kompletten Wortlaut erstmals am 24. Juli im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss zu sehen bekommen und Konsequenzen beraten. Für Köster-Hetzendorf ist klar: Das gemütliche Sitzen an den Kiosken mit Elbblick ist gestorben: "Wenn etwas passiert, kann ich das nicht verantworten." Sie könne sich vorstellen, zusätzliche Parkbänke am Deich aufzustellen.
Das Sitzverbot vor den Verkaufsbuden ist ein großes Thema im Kioskdorf am Lüheanleger. Imbissbetreiberin Erika Urbanski beklagt Umsatzverluste, seitdem sie nur noch Stehtische anbieten darf. "Viele ältere Gäste aus dem Altenheim kommen jetzt nicht mehr", sagt sie. Warum der Verzehr einer Currywurst im Stehen sicherer sein soll als im Sitzen, das kann Wolfgang Kretschmann aus Schneverdingen nicht nachvollziehen. Sein Kommentar zum Sitzverbot: "Das ist pingelig, typisch deutsch. So einen Blödsinn habe ich noch nicht erlebt."
Die Behörden halten Stühle und Bänke vor den Kiosken auch für unzulässig, weil die Budenbetreiber keine Toiletten anbieten. Tatsächlich gibt es Toiletten in zumutbarer Entfernung, ein Wegweiser am Lüheanleger weist auf sie hin.
Das Sitzen am Lüheanleger ist nur vor den Kiosken verboten, nicht aber auf den Parkbänken direkt am Ufer. Offenbar sind nur nicht befestigte Sitzgelegenheiten verboten. Als Alternative zum Sitzverbot könnte die Gemeinde Grünendeich an dem bedeutenden Ausflugsziel Möglichkeiten zur Befestigung von Stühlen vor den Kiosken schaffen. Grünendeich wird aus dem übrigen Alten Land damit konfrontiert werden. Finanziert werden könnte dies über die Einnahmen aus den Parkgebühren am Lüheanleger.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hat eine "auffällige Häufung" von Unfällen am Elbufer durch Sog- und Wellenschlag vorbeifahrender Frachtschiffe in 2006 registriert: Die Rede ist von sechs Vorfällen. Die Behörde rät aber nicht zu einem Sitzverbot, sondern empfiehlt Sandaufspülungen vor den beliebten Strandabschnitten Wittenberge, Blankenese und Ovelgönne. Als Alternative zum Sitzverbot am Lüheanleger schlägt Dieter Lauterjung aus Buxtehude ein Schild mit der Aufschrift vor: "Bei vorbeifahrenden Containerschiffen bitte aufstehen!"
erschienen am 20. Juli 2007